Oktober: Herbsttipps für ein sicheres und gesundes Tier
Der Oktober bringt bunte Blätter, kühlere Tage und deutlich längere Abende. Für Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen verändert sich damit einiges im Alltag. Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Sie die Herbstzeit gemeinsam genießen und typische Gefahren vermeiden.
Im Dunkeln sicher unterwegs
Wenn die Spaziergänge in die frühen Morgen- oder Abendstunden fallen, werden Mensch und Tier im Straßenverkehr schlechter gesehen. Reflektierende Elemente am Geschirr oder an der Leine, eine gut sitzende Leuchtmarkierung und helle Kleidung helfen dabei, die Sichtbarkeit zu erhöhen.

- Hunde: Bleiben Sie an schlecht einsehbaren Straßen und Wegen besonders aufmerksam und führen Sie Ihren Hund bei Bedarf an der Leine. Prüfen Sie vor jedem Spaziergang, ob Leuchtelemente funktionieren und sicher befestigt sind.
- Katzen: Freigänger sind im Herbst ebenfalls einem höheren Verkehrsrisiko ausgesetzt. Falls Ihre Katze ein Halsband trägt, sollte es über einen Sicherheitsverschluss verfügen, richtig sitzen und regelmäßig kontrolliert werden.
- Spazierwege: Nasses Laub, rutschige Wege und herabfallende Äste können zu Verletzungen führen. Wählen Sie bei schlechtem Wetter gut beleuchtete und übersichtliche Wege.
Zecken und Flöhe bleiben aktiv
Auch im Oktober sind Zecken unterwegs, solange die Temperaturen nicht dauerhaft niedrig sind. Nach Spaziergängen sollten Sie das Fell Ihres Hundes gründlich kontrollieren, besonders an Kopf, Hals, Achseln und zwischen den Zehen. Bei Katzen gehört der Bereich unter dem Kinn ebenfalls zu den Stellen, die leicht übersehen werden.

Entfernen Sie eine festgesaugte Zecke möglichst zeitnah mit einer geeigneten Zeckenzange. Setzen Sie den Parasitenschutz nach Absprache mit Ihrer Tierarztpraxis fort, denn auch Flöhe können sich im Herbst in beheizten Wohnungen vermehren. Verwenden Sie ausschließlich Präparate, die für die jeweilige Tierart und das Körpergewicht zugelassen sind. Manche Wirkstoffe aus Hundepräparaten sind für Katzen giftig.
Herbstfrüchte und Pilze nicht unterschätzen
Beim Spielen und Schnüffeln nehmen Hunde schnell Dinge auf, die im Herbst überall herumliegen. Eicheln, Kastanien, verdorbenes Fallobst und unbekannte Pilze gehören nicht in den Futternapf. Größere Mengen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen oder sogar zu einem Darmverschluss führen.
Auch im Haus sollten Süßigkeiten und Dekorationen außer Reichweite bleiben. Schokolade, Weintrauben und Rosinen sowie Produkte mit Xylit sind für Hunde und Katzen gefährlich. Kerzen, Kabel und kleine Dekorationsteile können zusätzlich zu Verbrennungen, Verletzungen oder verschluckten Fremdkörpern führen.
Wenn Ihr Tier etwas Unbekanntes oder möglicherweise Giftiges gefressen hat, warten Sie nicht auf Symptome und lösen Sie nicht eigenständig Erbrechen aus. Rufen Sie direkt in der Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst an und halten Sie möglichst bereit, was und wie viel aufgenommen wurde.
Halloween stressfrei gestalten
Am 31. Oktober bringen verkleidete Besucher, Klingeln und ungewohnte Geräusche Unruhe in viele Haushalte. Ein ruhiger Rückzugsort hilft Ihrem Tier, den Abend entspannt zu verbringen. Lassen Sie Hunde und Katzen nicht unbeaufsichtigt mit brennenden Kerzen, Süßigkeiten oder Dekorationen und sichern Sie Türen, wenn häufig geklingelt wird.
Für ängstliche Tiere ist es sinnvoll, den Rückzugsort schon einige Tage vorher einzurichten. Vertraute Decken, gedämpftes Licht und leise Hintergrundgeräusche können Sicherheit geben. Zwingen Sie Ihr Tier nicht zum Kontakt mit Gästen. Bei starker Angst oder bekannten Stressreaktionen beraten wir Sie gerne frühzeitig über geeignete Maßnahmen.
Kleine Heimtiere auf die kalte Jahreszeit vorbereiten
Kaninchen und Meerschweinchen, die draußen leben, brauchen im Oktober einen trockenen, zugluftgeschützten und gut isolierten Bereich. Kontrollieren Sie das Gehege regelmäßig auf feuchte Einstreu und stellen Sie ausreichend Heu als Futter und Beschäftigung zur Verfügung. Wasser darf nicht verschmutzen oder bei sinkenden Temperaturen gefrieren.
Auch im Innenbereich sollten Kleintiere nicht plötzlich großen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Achten Sie bei allen Tieren auf Veränderungen von Appetit, Gewicht, Bewegung und Verhalten. Gerade ältere Tiere zeigen Schmerzen oder Erkrankungen oft zunächst nur sehr unauffällig.
Zeit für den Gesundheitscheck
Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um den Impf- und Parasitenstatus zu prüfen und anstehende Vorsorgeuntersuchungen zu planen. Bei älteren oder chronisch kranken Tieren kann ein Gesundheitscheck vor dem Winter sinnvoll sein. So lassen sich Veränderungen früh erkennen und notwendige Behandlungen in Ruhe besprechen.
Mit Rücksicht auf die kürzeren Tage, einem wachsamen Blick auf herbstliche Gefahren und einem geschützten Rückzugsort kommen Ihre tierischen Begleiter gut durch den Oktober. Wir wünschen Ihnen und Ihren Tieren eine schöne und sichere Herbstzeit!